Wer ich bin
- saradayogatherapy

- 19. Nov.
- 3 Min. Lesezeit
Hallo! Mein Name ist Śāradā. So heiße ich seit März 2014, dem Abschluss meiner ersten Yogalehrerausbildung. Vielleicht kennst du auch solche Umbruchsituationen im Leben - hinterher ist nichts mehr, wie es mal war. Davon habe ich einige erlebt.
Bevor ich Yogalehrerin wurde, studierte ich Literaturwissenschaft und arbeitete in Verlagen. Bücher halfen mir schon immer, die Welt zu verstehen und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Worte sind bis heute ein wichtiges Ausdrucksmittel für mich.
Als ich 2014 meine Grundausbildung im Yoga begann, war der Wunsch in erster Linie, mich für eine Zeit intensiv der Yogapraxis zu widmen. Jemals zu unterrichten konnte ich mir damals nicht vorstellen. Der Weg führte mich dann bald in den Ashram zu Yoga Vidya. Dort merkte ich, wie wenig Sinn mir die Arbeit am Schreibtisch gab. Bis dahin hatte ich seit meiner Yogalehrerausbildung eine langjährige Beziehung beendet. Ich kündigte meinen Job und zog Ende 2016 ganz im Ashram an der Nordsee ein.
Im Unterrichten von Hatha Yoga fand ich meine größte Herausforderung und Lernaufgabe. Vor einer Gruppe von Menschen zu stehen löste bei mir alle bekannten Stressreaktionen des Flucht-Kampf-Mechanismus aus - Herzrasen, schwitzige Hände, innere Anspannung. Ich fand darin aber auch meine größte Freude. Und je öfter ich unterrichtete, desto geringer wurde die Angst und umso größer das Glück. Menschen in ihrem eigenen Wachstum zu begleiten ist etwas, das mir bis heute Sinn im Leben gibt.
Ende 2017 landete ich in Bad Meinberg. Ein größerer Ashram, größere Herausforderungen, und vor allem mehr Gelegenheit, zu unterrichten. Seit 2019 begleite ich die Yogalehrer:innen Ausbildung intensiv und andere Aus- und Weiterbildungen. Ich bildete mich selbst fort - Yin Yoga, Mantra Yoga, Indische Rituale, Sanskrit waren einige der Themen, die ich vertiefen konnte. Der wichtigste Schritt war für mich die Psychologische Yogatherapie Ausbildung.
Je mehr ich unterrichtete, desto mehr begegenete ich dem Potenzial von Yoga zur Transformation. Ich machte sowohl selbst als auch bei Teilnehmer:innen die Erfahrung, dass Yoga einen tiefen Kontakt zu sich selbst ermöglicht. Mit allem, was dazugehört. Yoga ist nicht nur Licht und Freude. Es ermöglicht auch die Begegnung mit alten Verletzungen verdrängten Schmerzen. Und damit auch die Möglichkeit, einen neuen Umgang damit zu finden. Die Werkzeuge, diese Prozesse adäquat begleitet zu können, fand ich in der Psychologischen Yogatherapie.
Ich bin in meinem Leben nach wie vor auf der Suche nach Herausforung und Veränderung. Mitte 2022 verließ ich die relativ bequeme Welt des Ashrams. In der Welt "da draußen" und in der Selbstständigkeit finde ich seither viele Möglichkeiten zu wachsen, mich selbst weiter kennenzulernen und zu entwickeln. Ich leite weiterhin Yogalehrer Ausbildungen, unterrichte in der Psycholgischen Yogatherapie Ausbildung und ich begleite Fastenretreats mit Yogastunden.
In der Vielfalt meines Unterrichtens finde ich eine große Gemeinsamkeit: die Verschiedenheit der Menschen. Es gibt keine pauschale Antwort, keine Technik, keine Methode die für alle passt. Das gilt für die körperliche Ebene des Hatha Yoga genauso für die geistig-psychische in der Psychologischen Yogatherapie. Es ist mir ein Anliegen, den einzelnen Menschen als Individuum zu sehen, mit seiner ganz eigenen Geschichte, mit seinem Dasein im Hier und Jetzt und seinen Möglichkeiten des Wachstums.
Meine eigene Reise geht weiter. Für 2026 strebe ich die Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie an. Auch mein Privatleben bleibt in Bewegung. Nach einigen Jahren, die ich an der Nordsee gelebt habe, zieht es mich vorerst wieder nach Bad Meinberg. Und von da aus - wer weiß...?
Ich freue mich, auch dich auf deiner ganz speziellen, besonderen Reise begleiten zu dürfen!


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